Die Schule läuft wieder…

… seit gestern. Es gibt etliche Vorsichtsmaßnahmen: Mundschutzpflicht im Schulbus, Befragung jedes einzelnen Schülers vor dem Betreten des Schulhauses nach dem Befinden, Desinfektionsmittel u.a. Die Schüler sind aufgefordert, keine Arbeitsmittel und Frühstücksbrote auszutauschen und auch die kleinsten Anzeichen einer Krankheit sofort zu melden. Allerdings wird die Wirksamkeit aller Maßnahmen pulverisiert, wenn die morgendliche Begrüßung nach wie vor nach landestypischer Sitte mit Umarmung und Küßchen vollzogen wird - sowohl unter den Schülern als auch im Lehrerzimmer.

Die SEP - das mexikanische Bildungsministerium - hat inzwischen über die Medien die Meldung in die Welt gesetzt, dass der letzte Schultag vor den Sommerferien nicht, wie geplant, der 3.7., sondern der 14.7. sein soll. Wie dies an einer (unserer) Auslandsschule funktionieren soll, an der viele KollegInnen natürlich die großen Ferien für den Heimflug nutzen wollen (und diesen bereits seit längerem gebucht haben), und zudem auch die Mehrzahl der Eltern ihre Urlaubsreisen nach dem ursprünglichen Ferienbeginn geplant haben (und ich wette, diese auch verständlicherweise antreten werden), bleibt schleierhaft. Zumal unsere Schule die effektiv 7 Tage Zwangsferien einerseits durch die Erteilung von Aufgaben per e-Mail an die Schülerinnen und Schüler teilweise kompensiert hat, und andererseits der Zensurenschluß auf den letztmöglichen Termin verlegt und so wiederum fast 2 Schulwochen gewonnen wurden.
Es bleibt anzuzweifeln, ob eine rein quantitative Verlängerung der Schulzeit sinnvoll ist.

Comments are closed.